Kreuzfahrt/2018-2: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. Juni 2019, 13:55 Uhr

Bildergalerie

Reisebericht AIDA (Nordsee) 08.09. - 15.09.2018: (Verf.: Thomas)

Sa, 8.9.2018, Hamburg (Deutschland)

Um 5:30 Uhr stehen wir auf, weil unser Zug schon um 7:39 Uhr fährt. Eine Fahrt später wäre uns zu riskant. Wir trinken zuhause nur Kaffee, weil wir später im Bahnhof Karlsruhe bei Starbucks frühstücken wollen. Gleich nach dem Aufstehen erhalten wir eine Mail von der Bahn. Bei unserer Rückfahrt gibt es ein Problem. Bei bahn.de steht, dass unser Zug wohl etwa eine halbe Stunde früher fahren wird. Andererseits steht dabei “fährt nicht täglich, 15.9.”. Da man das so und so interpretieren kann, rufen wir lieber bei der Bahn an. Tatsächlich ist es nur eine halbe Stunde früher, was für uns kein Problem sein wird.

Nach dem Kaffee beim Rausbringen des Mülls entwischt Viola doch tatsächlich zum ersten Mal eine unserer Katzen durch die Haustür. Zum Glück entfernt sie sich nur 2 Meter und ist schnell wieder eingefangen. Das war schon der 2. Schock an diesem Morgen.

Nachdem wir mit allem ziemlich fertig sind und die Koffer endgültig schließen, zerbröselt ein Rad von unserem großen Koffer. Wir wir uns jetzt wieder erinnern, war das schon angeknackst und jetzt ist es ganz kaputt. Zum Glück haben wir den gleichen Koffer nochmal und so muss Viola “nur” schnell alles umräumen, denn in 10 Minuten müssen wir los. Das war dann der 3. Schock an diesem Tag.

Unser Regional-Express nach Karlsruhe fährt recht pünktlich und wir sind gegen 8 Uhr im Bahnhof Karlsruhe. Beim Starbucks steht “geöffnet 6-21 Uhr”, aber als wir reingehen sagt uns die einzige Angestellte, dass sie noch nicht offen haben. Wieder was nicht geklappt. Wir frühstücken halt beim Bäcker, was soll’s.

Währenddessen kommt die nächste Mail von der Bahn. Dieses Mal wegen unserer Hinfahrt. Offenbar ist der ICE defekt und es gibt einen Ersatzzug. Bei der DB Info heißt es, der hätte eine IC-Nummer, wäre aber wahrscheinlich dennoch ein ICE, weil nämliche die Ankunftszeit gleich bleiben soll. Unsere Sitzplatzreservierung ist natürlich futsch, es wird aber bestimmt genug freie Plätze geben, heißt es.

Kurz vor Abfahrt gehen wir zum Gleis. Dort fragen wir, wo denn die Wagen der 1. Klasse halten werden, weil wir dieses Mal, um es extra bequem zu haben, die 1. Klasse gebucht haben. Angeblich sollen diese Wagen in den Abschnitten E/F/G halten.

Kaum sind wir dort kommt eine Durchsage, dass heute die 1. Klasse Wagen bei A/B/C sein werden. Also laufen wir halt da hin.

Als der Ersatzzug einfährt müssen wir leider 2 Dinge feststellen: Erstens ist es nur ein IC und zweitens gibt es nur EINEN Wagen für die 1. Klasse. Keine Chance, da überhaupt reinzukommen.

Also nehmen wir halt in einem Wagen der 2. Klasse Platz. Kein ICE, keine 1. Klasse, aber wenigstens kommt überhaupt ein Zug…

Der Wagen ist schon sehr alt und alles ist abgewetzt und unansehnlich. Natürlich gibt es kein WLAN und keine Steckdosen. Bordrestaurant oder Bistro ist auch nicht dabei.

Erstaunlicherweise erhalten wir 2 mal die Auskunft, dass wir trotz allem pünktlich in Hamburg sein werden, was uns doch sehr erstaunt. Immerhin haben wir relativ viel Platz und einen Tisch. Könnte sein, dass dieser Wagen vielleicht früher mal 1. Klasse war.

Natürlich haben wir am Ende doch 20 Minuten Verspätung in Hamburg. Dass bei etwa 5 Stunden Fahrzeit aber ein alter IC doch nur 20 Minuten langsamer ist, als ein moderner ICE, spricht nicht gerade für die Gleise bzw. für den ICE.

Am Bahnhof Hamburg finden wir nach etwas Suchen den AIDA-Stand außen, etwas weg vom Bahnhof, wo wir unsere Koffer abgeben können.

Mit dem Shuttle-Bus erreichen wir nach etwa 25 Minuten das Schiff. Einchecken und Security geht flott und so sind wir kurz danach in unserer Kabine.

Dieses Mal haben wir wieder eine “Veranda Komfort”, aber mit mehr Platz statt Bad und WC getrennt. Eindeutig schlechter, aber man hat bei Vario-Buchung ja eh keine Wahl. Unsere Koffer kommen auch schon bald darauf.

Was Internetzugang angeht habe wir ja aus der letzten Reise gelernt und buchen diesen erst an Bord. Klappt soweit auch gut mit 2 Geräten gleichzeitig, außer dass man sich beim Chromebook in einem Inkognito-Fenster anmelden muss und das Chromebook alle halbe Stunde rausfliegt.

Um 17 Uhr ist die obligatorische Seenotrettungsübung. Um 18:30 Uhr legen wir pünktlich ab und verlassen Hamburg.

Gegen 18:45 Uhr gehen wir zum Abendessen ins “Bella Donna”. Alles ist wieder sehr gut. Später wird es noch ganz schön voll.

Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Weile auf dem Schiff spazieren. Später gibt es noch einen Cocktail und kurz vor 22 Uhr sind wir wieder in der Kabine, weil wir doch recht müde sind. Mittlerweile hat es ein bisschen Seegang.

So, 9.9.2018, Seetag

Vor 7 Uhr sind wir schon wach. Seegang ist jetzt etwas mehr, aber hält sich noch in Grenzen. Es ist auch recht windig.

Gegen 8:30 Uhr gehen wir zum frühstücken ins Markt Restaurant. Obwohl der Belegungsindikator grün war, bekommen wir gerade noch einen Platz.

Thomas entscheidet sich dazu, mal vorbeugend eine Tablette gegen Seekrankheit zu nehmen.

Gegen 10:30 Uhr sind wir fertig und machen einen Spaziergang. Da wir beide sehr verspannt sind machen wir jeweils einen Massagetermin für den Nachmittag. Mittlerweile schwankt es nur noch ganz wenig. Bis dahin machen wir es uns im Beachclub gemütlich. Viola testet auch zum ersten Mal den kleinen Pool dort. Das Wasser ist recht warm.

Am Nachmittag haben wir beide unsere Massage und sind auch beide sehr zufrieden. Später macht Viola noch etwas Sport im Fitness-Center und auch Thomas probiert ein paar Geräte aus. Den Rest des Nachmittags verbringen wir in der Kabine.

Zum Abendessen gehen wir ins “Weite Welt Restaurant”, weil das “Markt Restaurant” laut Bordportal sehr voll ist. Tatsächlich bekommen wir im “Weite Welt” aber auch nur noch gerade so einen Platz. Seltsamerweise ist heute das Thema “Spanien”, obwohl das gar nicht auf unserer Route liegt.

Nach dem Essen gehen wir ins Theatrium und schauen uns die 90er Show mit Laser-Show an. Danach geht es noch auf einen Cocktail in den Beachclub. Um 23 Uhr gehen wir ins Bett, weil wir am nächsten Morgen um 7 Uhr aufstehen wollen.

Mo, 10.9.2018, Southampton (England)

Wir sind eigentlich schon vor 7 Uhr wach, stehen aber erst um 7 Uhr auf. Gegen 8:30 Uhr gehen wir zum Frühstück ins “Markt Restaurant”. Das Bordportal sagt “grün”, aber wir bekommen nur noch Platz an einem großen Tisch, wo schon jemand sitzt.

Nach dem Frühstück, gegen 10:30 Uhr, wollen wir von Bord gehen. Die Engländer bestehen aber auf Passkontrolle, obwohl sie noch in der EU sind. Das Beste ist, dass sogar diejenigen kontrolliert werden, die gar nicht von Bord gehen, was für ein Schwachsinn!

Auf Deck 6 (wo der Ausgang ist) angekommen sehen wir eine riesige Schlange von Menschen. Der Weg ans Ende der Schlange dauert sehr lange und führt gefühlt über das ganze Schiff! Wir befürchten, dass das bestimmt 2 Stunden dauert! Es bewegt sich dann aber doch recht flott und dann gibt es auch noch einen 2. Ausgang. Das Ganze dauert also vielleicht 15-20 Minuten. Mit dem Wetter haben wir echt Glück: Kein Regen, nur teilweise bewölkt und bis zu 20 Grad am Nachmittag.

Dann nehmen wir den bei AIDA gebuchten Shuttle-Bus zur Innenstadt von Southampton. Am West Quay Shopping Center ist der Ausstieg. Von da laufen wir etwa 10-15 Minuten bis zum Bahnhof. Dort kaufen wir ein Hin- und Zurück-Ticket nach Salisbury für ca. 11 Pfund pro Person. Wir haben Glück, denn 5 Minuten danach fährt der nächste Zug. Es ist jetzt 10:45 Uhr Ortszeit. Die AIDA lässt die Uhren übrigens auf deutscher Zeit, die Engländer sind ja 1 Stunde vor uns.

Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Gleich außerhalb vom Bahnhof in Salisbury ist die Haltestelle für den Stonehenge-Bus. Laut Plakat fährt der alle 30 Minuten, passt also perfekt. Der Bus steht auch schon da. Nur leider kommt um 11:30 Uhr kein Fahrer. Es stellt sich heraus, dass ab 1.9. doch nur alle Stunde gefahren wird, also geht es erst um 12 Uhr los. Wir kaufen beim Fahrer ein Kombiticket für Bus und Eintritt Stonehenge für 30 Pfund pro Person (muss bar bezahlt werden).

Der Fahrer fährt uns dann durch Salisbury (mit etwas Erklärung per Kopfhörer) und dann nach Stonehenge. Dabei fährt er sehr flott, um nicht zu sagen rasant. Einmal ruft sogar ein anderer Passagier “Will you slow down!”.

Etwa 20 Minuten später kommen wir am Stonehenge Visitor-Center an. Von da kann man zu den Steinen laufen oder nochmal mit einem anderen Bus 5 Minuten fahren. Wir entscheiden uns für fahren. Von Stonehenge selbst sind wir dann doch etwa enttäuscht. Abgesehen von den vielen Menschen sind die Steine nicht so beeindruckend in Natura. Man darf auch nicht nah hingehen. Die Steine wirken auch nicht sehr hoch und der Kreis nimmt nicht so viel Fläche ein, wie gedacht. Naja.

Nachdem wir mit dem Bus zurück am Visitor-Center sind ist genau 1 Stunde vergangen und unser Bus nach Salisbury ist kurz vor der Abfahrt. Wir sparen uns also Restaurant und Visitor-Center und fahren lieber sofort zurück nach Salisbury. Wir steigen Stadtmitte, nicht Bahnhof aus.

Dort angekommen schlendern wir durch verschiedene Straßen der Stadt. Es gibt viele interessante und auch lustige Häuser. Die Kathedrale ist die mit dem höchsten Turm von ganz Großbritannien. In einem kleinen Café nehmen wir “Indian Chai Tee” mit Milch und ein Stück Kuchen dazu. Der Tee schmeckt etwas schwach, aber der Kuchen ist sehr gut (und sehr süß).

Gegen 16 Uhr Ortszeit laufen wir von Stadtmitte zum Bahnhof, was nicht so weit ist. Wir haben wieder Glück, denn in 5 Minuten fährt ein Zug ab nach Southampton.

Dort angekommen laufen wir vom Bahnhof zum Shopping Center. Eigentlich wollten wir da auch noch reingehen und dort Krispy Kreme Donuts essen. Wir sind aber schon recht müde und wollen dann doch lieber was “ordentliches” auf dem Schiff essen. Der Bus zum Schiff steht schon da, also steigen wir ein uns bald darauf geht es los.

Bis wir wieder in der Kabine sind ist es etwa 18:45 Uhr Schiffszeit. Wir machen uns kurz frisch, ziehen uns um und gehen zum Abendessen. Die Restaurants starten mal wieder zu unterschiedlichen Zeiten und 2 davon haben wieder zwischendrin eine Pause. Es scheinen mal wieder viele mit uns gleichzeitig essen zu wollen. Das “Markt Restaurant” wird rot angezeigt, das “Bella Donna” orange. “Weite Welt” macht erst um 19 Uhr auf und außerdem wollen wir da heute nicht hin. Also gehen wir zum “Bella Donna” mit “Fuego” als Fallback. Das “Bella Donna” ist natürlich voll, kein freier Tisch. Aber wir setzen uns dann mal wieder zu jemand dazu. Das Essen ist gut, wie immer.

Nach dem Essen spazieren wir noch etwas auf dem Schiff herum. Heute Abend gibt es kein Entertainment, mit dem wir was anfangen können. Wir trinken dann noch einen Cocktail im Theatrium, während dort “Glücksrad” läuft.

Um 22:15 Uhr gehen wir zurück zu unserer Kabine und bald darauf zu Bett. Vorher bestellen wir uns per Telefon bei der Rezeption noch Matratzen-Topper, weil die Betten auf der AIDAperla doch recht hart sind. Die Topper sollen Morgen irgendwann geliefert werden, wahrscheinlich bei der Zimmer-Reinigung.

Di, 11.9.2018, Le Havre/Honfleur (Frankreich)

Wir wollten um 7 Uhr aufstehen, sind aber schon um 6 Uhr wach. Also machen wir uns fertig und sind entsprechend früh beim Frühstück im “Markt Restaurant”. Dieses Mal ist sehr wenig los und wir ergattern einen Platz am Fenster.

Nachdem wir ausführlich und langsam gefrühstückt haben gehen wir noch ein bisschen in die Kabine. Kurz nach 10 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zum Ausgang, da unser Bus um 10:45 Uhr fahren soll. Nach dem Verlassen des Terminals in Le Havre sehen wir, dass bereits Busse losfahren, also nehmen wir den nächsten freien. Eine halbe Stunde später sind wir in Honfleur. Dort haben wir 3 Stunden Zeit zur freien Verfügung.

Wir laufen eine der Touren von dem Touristenplan ab, den wir im Bus bekommen haben. Die kleine Stadt hat sehr viele alte und schöne Gebäude. Natürlich ist auch viel auf Tourismus ausgelegt und es ist recht viel los. Das Wetter ist sehr gut. In der Sonne ist es sehr warm, im Schatten ist aber recht kalter Wind.

In einem kleinen Café trinken wir Kaffee für nicht wenig Geld. Danach essen wir noch eine Kugel sehr gutes Spekulatius-Eis.

Etwas vor unserer Zielzeit sind wir bereits wieder am Sammelplatz und auch jetzt fahren schon wieder etwas früher Busse. Gegen 14:30 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff.

Zuerst trinken wir was am Heck in der Lanai-Bar im Freien. Es ist auch hier sehr warm in der Sonne und sehr zugig im Schatten.

Anschließend gehen wir kurz in die Kabine und dann zum Beach-Club, wo wir bequeme Plätze am Fenster mit Blick auf Le Havre bekommen. Le Havre haben wir ja nicht angeschaut, es sieht jetzt aber auch nicht so toll aus.

Gegen 18 Uhr gehen wir uns umziehen und dann zum Abendessen ins “Markt Restaurant”. Dieses Mal haben wir mehr Glück und finden leicht einen freien Platz.

Heute verbringen wir den Abend in der Kabine, da es kein Entertainment gibt, was uns vom Hocker reißt. Zuerst beobachten wir die Ausfahrt aus dem Hafen von unserem Balkon aus. Später schauen wir uns einen Film im TV an. Zwischendurch holen wir uns noch einen Cocktail auf’s Zimmer. Thomas merkt heute Abend eine leichte Erkältung mit Halsschmerzen. Gegen 23 Uhr machen wir Schluss und gehen zu Bett.

Mi, 12.9.2018, Brügge (Belgien)

Dieses Mal weckt uns erst der Wecker und zwar um 7 Uhr. Wir machen uns fertig und gehen zum Frühstück. Das “Markt Restaurant” macht heute erst um 8:30 Uhr auf und wir sind auch kurz danach dort und bekommen leicht einen Platz.

Die Erkältung von Thomas ist etwas stärker, also nimmt er ein Aspirin Complex.

Nach dem Frühstück gehen wir noch eine Weile in die Kabine und dann um 10:45 Uhr zu unserem Transfer-Bus nach Brügge.

Nach einer halben Stunde Fahrzeit sind wir dort. Das Wetter ist leider nicht so gut. Bewölkt, leichter Nieselregen, 16 Grad. Zwischendurch wird es zwar ab und zu etwas besser und regnet auch mal nicht, aber insgesamt nicht so toll, könnte aber auch schlechter sein.

Wir schlendern durch die Altstadt von Brügge mit lauter interessanten und schönen Häusern bis zum Marktplatz. Natürlich gibt es hier extrem viele Schokoladen-Läden und überall gibt es belgische Waffeln. Boot fahren wir nicht, da die Boote offen sind, was bei Regen nicht so angenehm sein dürfte.

Zwischendurch kauft Thomas in einer Apotheke noch Halstabletten. Der Apotheker rät zu 5 Halstabletten am Tag und außerdem zur Einnahme von 4 Ibuprofen 600 pro Tag! Die sind hier nicht zimperlich mit Medikamenten...

Nachdem wir genug gelaufen sind machen wir eine Pause und trinken belgische heiße Schokolade (1x Dark und 1x Milk), die es in sich hat. Sehr gut und ziemlich stark. Weil wir dann noch nicht genug haben gönnen wir uns noch Waffeln am Stiel mit Schokolade überzogen (1x Dark, 1x White) und Topping. Sehr schwierig zu essen und sehr üppig, aber auch sehr gut.

Danach gehen wir gemächlich wieder Richtung Bus und fahren zurück zum Schiff. Punkt 16 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff und gehen gleich zu unserer Kabine. Thomas ruht sich aus und Viola treibt das schlechte Gewissen zum Fitness-Studio.

Erst nach 19 Uhr gehen wir Abendessen, dieses mal ins ”Fuego”, weil wir nicht viel Hunger haben. Danach spazieren wir noch eine Weile durch das Schiff und gegen 20:30 Uhr gehen wir ins Theatrium, weil wir die Rock-Show um 21 Uhr anschauen wollen.

Wie meistens ist es recht voll und die Show ist sehr gut. Danach trinken wir noch was (Tee für Thomas) und gehen dann bald in unsere Kabine.

Do, 13.9.2018, Rotterdam (Niederlande)

Heute sind wir noch früher wach, vor 6 Uhr. Der eine wegen Erkältung, die andere wegen Migräne. Heute hat Thomas Schnupfen und etwas Husten.

Kurz nach 8 Uhr sind wir beim Frühstück im “Weite Welt Restaurant”. Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Kabine, ziehen uns um und verlassen das Schiff. Das Wetter ist heute wieder ganz gut. Sonnig, allerdings im Schatten mit 18 Grad recht kalt.

Wir ankern praktisch in Rotterdam, aber zu den Sehenswürdigkeiten bzw. Innenstadt ist es ein Stück. Dafür wollen wir die Metro (U-Bahn) nehmen. Leider ist es aber nicht so einfach Fahrkarten zu kaufen. Der Automat nimmt keine Scheine, wir haben zu wenige Münzen und wir haben nur eine Kreditkarte dabei. Dummerweise hat die eine neue Pin-Nummer und das Mitnehmen dieser hat wohl nicht geklappt. Jetzt nochmal zurück ins Schiff? Wir entscheiden uns dagegen.

Um an Münzgeld zu kommen kauft Viola Obst mit einem Schein. Das Geld reicht dann für eine Einzelfahrt, nicht jedoch für eine Tageskarte. Naja, dann ist es halt so.

Am Ziel angekommen schauen wir uns die Kubus-Häuser und die Markthalle an. Anschließend schlendern wir durch die Innenstadt und Fußgängerzone. Als nächstes wollen wir zum “Euromast”, ein Aussichtsturm. Dort wollen wir dann auch was essen und trinken.

Dazu müssen wir mit der S-Bahn fahren. Im Supermarkt wechseln wir einiges an Kleingeld, um dieses Mal gerüstet zu sein. Die Fahrkarten verkauft uns dann aber ein Kontrolleur in der Bahn, weil es weder an der Haltestelle, noch in der Bahn einen Automaten gibt.

Am “Euromast” angekommen wollen die doch tatsächlich nur Eintrittskarten per Kreditkarte oder Bankkarte verkaufen! Auch auf deren Webseite geht wohl nichts anderes. Tja, wären wir nur morgens nochmal zurück zum Schiff, um eine andere Kreditkarte zu holen… Oder hätten wir auf dem Schiff eine Eintrittskarte gekauft, die wurden doch nämlich auch angeboten. Wir wollten aber flexibel sein.

Dennoch sind wir deswegen recht verärgert und beschließen, den “Euromast” eben von unserer Tour zu streichen, zumal das Restaurant oben auch keine freien Plätze mehr hatte.. Und da das der letzte Punkt auf der Tour war, kehren wir per S-Bahn und U-Bahn zurück zum Schiff, wo wir gegen 14:30 Uhr ankommen.

Auf dem Schiff essen wir dann eben kostenlos Kuchen und trinken kostenlos Kaffee.

Den Rest des Nachmittags ruhen wir uns in der Kabine aus. Der Schnupfen von Thomas wurde im Laufe des Tages immer schlimmer. Eigentlich hätte man in Rotterdam eine Apotheke suchen können, aber jetzt sind wir halt schon wieder an Bord und die Apotheken in der Nähe haben auch schon geschlossen.

Also gehen wir um 17:30 Uhr zum Hospital auf dem Schiff, um an ein Mittel gegen Schnupfen zu kommen. Ibuprofen alleine hatte da nämlich nichts gebracht. Das Hospital gibt außer Pflaster nichts heraus ohne Arztbesuch, also macht Thomas das halt.

Die kurze Untersuchung ergibt lediglích, dass es wohl nichts Schlimmes ist und Thomas bekommt das gewünschte Nasenspray. Billig war das ganze in der Summe natürlich nicht.

Anschließend gehen wir zum Abendessen ins “Bella Donna”, wo es kurz nach Öffnung schon wieder recht voll ist. Wir kriegen gerade noch einen Tisch und bleiben dieses Mal wegen Thomas’ Erkältung nicht lange. Danach sind wir noch eine Weile in der Kabine und gehen später noch was trinken. Dabei bekommen wir auch noch etwas von der Show heute Abend mit, die uns nicht so arg interessiert hatte.

Später machen wir noch einen kurzen Spaziergang und sind um 22 Uhr wieder in der Kabine, weil wir beide recht müde sind.

Fr, 14.9.2018, Seetag

Kurz vor 7 Uhr wachen wir auf. Der Schnupfen von Thomas ist nach einer heißen Dusche ein bisschen besser und er verwendet erstmal kein Nasenspray.

Das Schiff lag über Nacht in Rotterdam, wir fahren also erst heute Morgen um 8:00 Uhr los.

Kurz nach 8:30 Uhr sind wir im “Markt Restaurant” zum Frühstück. Obwohl es erst vor wenigen Minuten aufgemacht hat, ist es schon wieder recht voll.

Gegen 10:15 Uhr sind wir wieder in der Kabine, packen ein paar Sachen und gehen dann in den “Beach Club”. Hier ist es auch schon wieder recht voll, aber wir bekommen noch 2 Liegestühle. Im Laufe des Tages schwankt das Schiff mal wieder ein bisschen mehr, also nimmt Thomas vorsorglich noch eine Tablette. Gegen 15:30 Uhr gehen wir zurück zur Kabine und sitzen noch eine Weile auf unserem Balkon und atmen Meerluft. Danach macht Viola noch etwas Sport.

Vor dem Essen packen wir schon mal weitgehend unsere Koffer.

Punkt 18 Uhr gehen wir zum letzten Mal ins “Markt Restaurant” zum Abendessen. Da wir bei den ersten sind, bekommen wir auch locker einen Platz.

Danach gehen wir noch etwas spazieren und schauen uns dann um 21 Uhr die Show an. Dazu gibt es auch nochmal einen Cocktail.

Gegen 22 Uhr gehen wir schon in unsere Kabine, weil wir müde sind. Wir machen unsere Koffer fertig und zu und stellen Sie vor die Tür, damit sie heute Nacht abgeholt werden.

Sa, 15.9.2018, Hamburg (Deutschland)

Punkt 7 Uhr stehen wir auf. Heute brauchen wir etwas länger, da wir noch unsere letzten Sachen zusammenpacken müssen.

Um 8:45 Uhr gehen wir zum letzten Frühstück ins “Weite Welt Restaurant”. Dort bleiben wir bis wir dran sind, also bis 10:30 Uhr. In Hamburg hat jeder ein Zeitfenster, in dem er seinen Koffer im Terminal abholen muss. Macht er das nicht, wird der Koffer kostenpflichtig nach Hause geschickt!

Wir gehen also vom Schiff und ins Terminal, holen unsere Koffer und nehmen den AIDA Shuttle-Bus zum Bahnhof. Dort angekommen gehen wir in die 1. Klasse DB-Lounge um 11:30 Uhr. Da der Aufzug defekt ist, dürfen wir die Koffer die Treppe hoch schleppen. Oben angekommen erklärt man uns, dass es selbst in der 1. Klasse Lounge eine 2-Klassengesellschaft gibt! Die mit Sparpreis-Ticket bekommen Getränke und die anderen bekommen auch Snacks kostenlos! Das ist ja wohl der Hammer, angeblich haben die Sparpreis-Tickets doch keinen Nachteil, außer Zugbindung. Nur gut, dass wir sowieso keinen Hunger haben… Das kostenlose Internet ist auch sehr langsam hier, nur 1,5 MBit. Kein Vergleich mit der First-Class-Lounge von Lufthansa im Flughafen Frankfurt. Sitzplätze bekommen wir auch gerade noch. So wird das nichts, Deutsche Bahn!

Während wir so sitzen kommen plötzlich 3 Mann von der “DB-Sicherheit” und befördern einen Gast aus der Lounge. Vermutlich hat er gar kein 1.-Klasse-Ticket. Es gibt Diskussionen, aber letztendlich steht der Mann dann wieder am Eingang der Lounge, also an der Rezeption. Die Sicherheitsmänner verschwinden wieder, der Mann bleibt aber stehen. Zuerst diskutiert er mit dem Empfang, dann tippt er auf seinem Handy rum. Jedenfalls scheint er noch nicht einzusehen, dass er gehen soll. Das dauert noch eine ganze Weile...

Später verlassen wir die Lounge, holen uns noch was vom Bäcker und gehen zu unserem Gleis. In diesem Moment fährt auch schon unser ICE ein.

Dieses Mal klappt alles mit der Bahn und wir kommen pünktlich in Karlsruhe an. Das kostenlose Internet im Zug war übrigens auch sehr langsam. Wir warten auf unsere S-Bahn und kommen dann mit leichter Verspätung daheim an.