Paris/2010

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Reisebericht Paris 06.09. - 12.09.2010: (Verf.: Viola)

Mo. 06.09.2010

Abfahrt 9:01 Uhr ab Karlsruhe Hauptbahnhof mit dem ICE nach Mannheim. Umsteigen in Mannheim in weiteren ICE nach Saarbrücken. In Saarbrücken umsteigen in TGV nach Paris. Ca. 13:00 Uhr Ankunft in Paris am Gare de l'Est. Am Bahnhof patroulieren einige uniformierte Wachleute mit Maschinengewehren, was nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beiträgt. Der Fahrkartenautomat für die Métro will leider weder Scheine noch eine Kreditkarte annehmen, so dass wir für Kleingeld 2 Einzelfahrscheine kaufen. Wir fahren mit der Métro zu unserem Hotel New Orient, 16 Rue de Constantinople. Das Hotel liegt schön ruhig im 17. Arrondissement, umgeben von 3 Métro-Stationen (Europe, Villiers und Rome).

Wir haben ein Doppelzimmer im 4. Stock. Der Aufzug ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, da man erst eine halbe Treppe hoch gehen muss und die Fahrstuhltür sich auf dem Treppenabsatz zwischen dem EG und dem 1. Stockwerk befindet. Um in den Fahrstuhl zu gelangen öffnet man die Tür, geht dann um die Tür herum auf die letzte Stufe vor dem Absatz und steigt von dort aus in den Aufzug. Um auf Stockwerk 4 zu gelangen drückt man im Fahrstuhl dann entweder die Taste 3/4 oder 4/5 und geht entweder noch ½ Stockwerk die Treppen hoch oder runter. Das Gepäck wurde uns aufs Zimmer gebracht.

Das Zimmer ist – wie in Paris üblich – relativ klein, aber sehr gemütlich eingerichtet und sehr sauber. Auch das Badezimmer ist in einwandfreiem, sauberem Zustand.

Nachdem wir ausgepackt und uns im Zimmer eingerichtet haben, machen wir uns gleich zu Fuß auf den Weg zum Blvd. Haussmann. Wir gehen zunächst in das Nobelkaufhaus „Galeries Lafayette“. Schon von außen sieht das Gebäude sehr schön aus. Innen ist es noch viel schöner und gleicht einem Theater oder einer Oper mit seinen Galerien. In diesem Kaufhaus kann man alle Nobelmarken finden. Chanel, Yves Saint Laurent, Dolce & Gabbana, Armani usw. Und von all diesen Nobelmarken findet man Schuhe, Taschen, Parfum, Kleider und und und. Allein im UG ist die gesamte Etage nur für Schuhe da. Ich habe noch nie so viele teure, edle Schuhe gesehen wie dort. Ein Paradies für jeden Schuh-Fan.

Lafayette bietet aber nicht nur Mode sondern auch einen tollen Ausblick über Paris von der Dachterrasse aus. Außerdem gibt es im 6. Stock ein Café, in dem wir uns erst mal mit Kaffee und einem Stück Tarte Maccau (Schokoladentorte) gestärkt haben.

Neben dem Bekleidungs-Lafayette gibt es auch noch das „Gourmet Lafayette“, ein Gourmet-Supermarkt mit allen möglichen Köstlichkeiten für den Gaumen.

Von dort aus sind wir dann zu „Printemps“, dem 2. Nobelkaufhaus am Blvd. Haussmann. Auch dieses Gebäude ist sehr schön altertümlich und gleicht eher einer Kirche oder einem Opernhaus. Innen gibt es eine sehr schöne Glaskuppel zu bewundern. Auch Printemps verfügt über eine große, edle Schuhabteilung in der es auch viele Modelle von meinem Lieblings-Schuhdesigner Manolo Blahnik gibt. Leider ist es mir derzeit nicht möglich, Schuhe in dieser Preisklasse zu kaufen, daher habe ich sie mir nur angeschaut und kein Paar anprobiert. Denn wenn ich sie mal am Fuß habe fällt es mir sehr schwer zu widerstehen. Auch sind die Modelle hier etwas teurer als in US-Dollar.

Nachdem wir hier noch unseren Durst im Café unter der Glaskuppel mit einer Limonade gelöscht haben haben wir uns zu Fuß auf den Rückweg zu unserem Hotel gemacht um uns ein wenig zu erholen.

Abendessen gab es an diesem Abend in der Crêperie Ty Yann nahe unserem Hotel. Ich hatte einen Crêpe L´Italiene mit Tomaten, Mozzarella und Spinat, mein Mann einen Crêpe Complète mit Schinken, Ei und Käse. Die Crêpe schmeckten wirklich sehr gut und waren preislich vollauf ok.

Danach machten wir noch einen Spaziergang in unserer Umgebung und kehrten dann noch in ein Straßencafé ein um mit einem Cocktail den ersten Tag in Paris ausklingen zu lassen. Ich trank einen Mojito und mein Mann einen Black Russian. Die Cocktails hatten es wirklich in sich und waren sehr stark, aber geschmacklich gut. Leicht angesäuselt machten wir uns dann gegen 22:00 Uhr auf den Rückweg zum Hotel, da uns der Reisetag doch sehr geschlaucht hatte.

Di. 07.09.2010

Die erste Nacht im Hotelbett war nicht wirklich erholsam, leider waren die Matratzen für uns ungewohnt hart. Dadurch waren wir bereits um 7:30 Uhr wach und machten uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Gare St. Lazare, wo wir am Vortag bereits einige Cafés gesehen hatten, um dort ein Frühstück einzunehmen.

Da wir nicht sooo teuer frühstücken wollten gingen wir in ein Selbstbedienungs-Café, das „Midoree“. Leider hatten sie keinen koffeinfreien Kaffee für Thomas und auch ein Problem mit dem Milchaufschäumer, so dass er sich dann entschloss eine heiße Schokolade zu nehmen. Ich hatte einen Kaffee und zu Essen nahmen wir jeder ein Croissant. Die heiße Schokolade war superlecker! Sehr schokoladig und süß und dickflüssig! Und die Croissant waren ein Traum, die besten die ich je gegessen habe! Somit kann man in Paris gut und günstig frühstücken. Für das Ganze haben wir ca. € 6,00 bezahlt.

Frisch gestärkt fahren wir dann vom Gare St. Lazare mit der Métro 3 zur Haltestelle „Opera“ und dann mit der 7 zu „Châtelet". Von dort aus wollen wir eigentlich noch eine Station zur „Cité“ fahren. Da wir aber mitten im Berufsverkehr unterwegs sind ist es uns unmöglich in die Métro reinzukommen! Die Métros sind so dermaßen vollgestopft, die Leute stehen in den Türen und als diese schließen gehen die Vordersten einen halben Schritt zurück, dass die Türen grade noch zugehen und pressen sich dann von innen dagegen. Frei nach dem Motto: „Wer lebend rauskommt ist selber schuld“. Das wollen wir uns nicht antun. Also gehen wir die eine Station zu Fuß. Wir wollen nämlich auf die Île de la Cité. Auf dem Weg dorthin legen wir noch einen kleinen Zwischenstopp im Café Zimmer ein und trinken einen Kaffee. Das Lokal sieht recht ordentlich aus, so dass ich mich dort auch auf die Toilette wage.

Danach gehen wir also über eine Brücke auf die Île de la Cité zum Notre Dame. Wirklich eine sehr schöne, eindrucksvolle Kirche, von außen wie von innen.

Hinter dem Notre Dame befindet sich ein schöner Park. Nachdem wir uns hier auf einer der Parkbänke ein wenig ausgeruht haben laufen wir weiter über die Brücke zur Île Saint-Louis. Eine sehr schöne kleine Binneninsel in der Seine. Dort wollen wir eigentlich ein Eis bei Berthillon essen, das hat aber leider Montag + Dienstag Ruhetag. Es gibt aber auf der Insel mehrere Cafés, die Berthillon-Eis anbieten. Also setzen wir uns in ein Café und bestellen jew. 2 Kugeln Eis (Thomas Schokolade + Spekulatius, ich Nougat-Honig und Spekulatius) für günstige € 6,30 pro Portion! Das Eis schmeckt wirklich sehr gut, aber ein wenig überteuert ist es schon! Da wir uns in einem Café befinden und etwas verzehren will ich gleich die Gelegenheit nutzen auf die Toilette zu gehen. Leider wird daraus nix, da es sich hier um ein Stehklo (nicht besonders sauber) handelt.

Da ich nun aber schon relativ stark aufs Klo muss ringe ich mich durch und gehe in ein anderes Café, bei dem viele Leute draußen sitzen. Kaum bin ich drin kommt mir auch schon ein Kellner entgegen und fragt mich, was ich möchte. Nachdem ich ihm irgendwie verständlich gemacht habe, dass ich zur Toilette möchte, fragt er mich gleich, ob ich denn auch was bestellt hätte. Ich sage ihm, dass mein Mann draußen sitze, was zugegebenermaßen nicht stimmt. Ich gehe also aufs Klo und kaum bin ich drin geht das Licht aus. Ich suche den Schalter – nix. Ich öffne die Tür um zu schauen, ob es draußen noch einen Schalter gibt. Da kommt der geflissentliche Ober und deutet mir mit strenger Geste, dass ich sofort das Klo und das Lokal zu verlassen habe, da es nicht stimme, dass wir etwas bestellt hätten. Ich muss sagen, das Verhalten hat mich ehrlich schockiert.

Nun ja, meine Not hat sich inzwischen ins fast schmerzhafte gesteigert, so dass umgehend eine Lösung gefunden werden muss. Beim nächsten Café gehe ich rein, frage nach der Toilette und biete artig einen Euro an. Der Kellner grinst, schüttelt den Kopf und weist mir den Weg zum stillen Örtchen ohne dafür Geld zu wollen oder eine Bestellung oder sonstwas! Wie schön es doch ist, wenn der Schmerz nachlässt!

Erleichtert und frohen Mutes gehen wir nun zurück zur Île de la Cité und schauen uns noch den Square du Vert-Galant an, ein kleiner Park an der Spitze der Insel. Nach einer kleinen Ruhepause geht es von dort aus über die Pont Neuf zurück und fahren mit der Métro 7 und 3 zum Hotel.

Abends machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Blvd. Haussmann und zur Rue Montmartre um im HardRock Café Paris zu essen. Ich nehme – wie immer – meinen geliebten Veggie-Burger, Thomas ein Chicken Sandwich. Das Essen ist wie immer beim HRC sehr gut!

Nach dem Essen gehen wir ein wenig die Straße entlang, es gibt hier 2 sehr schöne Passagen und jede Menge tolle Restaurants und Cafés. Wir trinken zur Happy Hour 2 Cocktails mit Alkohol (Thomas mit Vodka, Cocos, Ananassaft und Grenadine, ich mit Gin, Bananenlikör und Bananensaft) im „Port de Montmartre“. Die Cocktails – 0,2 - kosten dort zur Happy Hour € 5,90. Die sind sehr lecker und haben es auch in sich. Danach gehen wir weiter zur „Brasserie Le Cardinal“. Dort ist Happy Hour bis 22:00 Uhr. Wir trinken dort noch 2 0,4er Cocktails ohne Alkohol zu € 5,00. Dann fahren wir mit der Métro zum Hotel und sind so gegen 22:15 Uhr im Zimmer.

Mi. 08.09.2010

Um 7:40 Uhr stehen wir auf und machen uns bald darauf auf dem Weg zum Frühstück, an diesem Morgen im „Brioche Doree“ beim Bahnhof St. Lazare. Es gibt 1 Croissant, 1 großes Schoko-Croissant, 1 kleines Schoko-Brioche, und Kaffee.

Danach fahren wir mit der Métro 14 zur Haltestelle „Pyramides“ und mit der 7 zu „Musée du Louvre“. Für diesen Tag ist Regen gemeldet und es ist auch schon sehr trüb und nieselt, daher ist der Tag wie geschaffen für einen Louvre-Besuch. Auf dem Platz vor dem Louvre sehen wir die 3 Glaspyramiden und die Brunnen. In der größten Pyramide befindet sich der Eingang zum Louvre. Es steht bereits eine lange Schlange von Besuchern an, in die wir uns einreihen. Trotzdem geht es eigentlich recht flott voran und wir sind relativ schnell im Louvre drin. Dort holen wir uns die Eintrittskarten und einen Walkman-Guide, auf dem wir die „italienische Route“ auswählen. Der Guide führt uns durch das Museum auf den Spuren italienischer Künstler und erklärt die markierten Statuen und Gemälde.

Wir sehen die Sklaven von Michelangelo, Amor und Psyche von Antonio Canova, welche ich als die schönste Statue empfinde, die ich je gesehen habe, diverse schöne Gemälde und natürlich auch – wie könnte es anders sein – die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Vor diesem Gemälde, das hinter Glas und durch eine Absperrung gesichert ist, drängen sich Menschenmassen. Es erfordert viel Geduld, Kraft und Durchsetzungsvermögen, einen Blick auf Mona Lisa zu erhaschen oder gar ein Foto zu machen.

Weit schöner als dieses in aller Welt berühmte Bild haben uns jedoch die Gemälde von Giovanni Paolo Panini – das antike Rom, das zeitgenössische Rom und Musical Fête gefallen.

Im Anschluss an unsere Führung durch die italienische Abteilung machen wir noch einen Streifzug durch die ägyptische Abteilung. Auch hier gibt es sehr schöne Statuen, Schmuck und Mumien bzw. Sarkophage zu sehen.

Nun sind wir aber doch sehr geschafft durch die vielen Eindrücke und die langen Fußwege durch den Louvre. 4 Stunden waren wir drin und haben nur einen Bruchteil gesehen. Die Räume im Louvre an sich sind schon Kunstwerke und sehr sehenswert. Nach so viel für´s Auge muss es nun auch mal wieder was für den Mund geben. Raus aus dem Museum kehren wir in ein nahegelegenes Bistro ein und essen einen Croque Madame bzw. Croque Provencale. Dann fahren wir mit der Métro zurück zu unserem Hotel und ruhen uns aus.

Um 19:00 Uhr fahren wir dann mit der Métro zum Blvd. Haussmann um im Café „Porte Montmatre“ eine Portion Profiteroles zu teilen und anschließend noch im „Le Cardinale“ 2 Cocktails zu schlürfen. Gegen 22:30 Uhr fahren wir dann mit der Métro zum Hotel zurück.

Do. 09.09.2010

Es ist schon fast zur Gewohnheit geworden in Paris um 7:40 Uhr aufzustehen. So auch an diesem Morgen. Heute laufen wir zu Fuß zum Montmartre-Viertel um dort im „Café des Deux Moulins“ aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ zu frühstücken. Wir nehmen jew. 1 Frühstücksteller mit ¼ Baguette, 1 Croissant, Nutella oder Honig, Butter und frisch gepresstem Orangensaft, dazu Kaffee. Das Frühstück schmeckt wirklich gut. Danach laufen wir weiter den Berg hinauf durch die verwinkelten Gassen des Montmartre-Viertels zu Sacré-Cœur, einer wunderschönen weißen Kirche ganz oben auf dem Montmartre, von wo aus man einen überwältigenden Blick auf Paris hat.

Zurück gehen wir die Stufen unterhalb des Sacré-Cœur durch einen wunderschönen Park. Unten angekommen wollen wir nach Kirche nun die „Sündenmeile“ anschauen und gehen zu Pigalle und durch das Rotlichtviertel zum Moulin Rouge.

Nachdem ich in einer Postfiliale Briefmarken für die Ansichtskarten an die Lieben zu Hause erstanden habe fahren wir mit der Métro 2 ab Blanche zu Charles de Gaulle und mit 6 zu Bir-Hakeim. Dort ist man dann direkt am Eiffelturm. Nachdem wir den nun auch mal aus der Nähe gesehen haben machen wir eine Seine-Rundfahrt. Als wir zurück sind regnet es leider mal wieder und wir fahren mit der Métro zu Cité. Von dort laufen wir zur Crêperie „Creposuk“ in der 27 Rue Galande. Ich esse ein Galette Argenteuil mit Spargel, Thomas ein Galette Italienne mit Schinken, Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Die Galettes dort schmecken vorzüglich. Die Crêperie sieht sehr lustig aus und die Toilette dort ist ein Erlebnis! Es gibt auch hier nur eine Unisex-Toilette. Wenn man die Tür öffnet kommt man in einen Vorraum mit Waschbecken, darin läuft laute Discomusik aus den 70ern und es gibt eine Lightshow wie in der Disco mit verschiedenfarbigen Lichtblitzen. Hinter der nächsten Tür ist dann das Klo, dort gibt es eine Discokugel, die kleine bunte Lichtpunkte wiederspiegelt, die sich drehen. Es ist einfach einzigartig. Ob die Toilette sauber war oder nicht ist dabei zweitrangig – man sieht es bei dem Licht eh nicht!

Da das Wetter nicht besonders vielversprechend ist möchten wir nun noch einen Besuch im Shoah-Museum machen. Wir laufen hin. Leider ist es aber außerplanmäßig an diesem Donnerstag und Freitag geschlossen. Da Samstag Sabbat ist und es da immer zu hat, werde ich in diesem Urlaub leider nicht mehr dazu kommen, es mir anzusehen.

Wir fahren also zurück zum Hotel um uns ein wenig auszuruhen. Um 18:00 Uhr fahren wir dann zur Champs-Élysées. Wir laufen die Champs-Élysées von ca. der Mitte aus hoch bis zum Triumphbogen. Gerade geht die Sonne unter und das Licht ist einfach herrlich. Der Triumphbogen ist sehr beeindruckend. Wir gehen auch durch die Unterführung auf den Platz, wo der Triumphbogen steht, so dass wir ihn von innen unten anschauen können. Leider fängt es dann wieder an zu Regnen und wir setzen uns in ein Bistro an der Champs-Élysées und teilen uns eine Portion Profiteroles. Anschließend trinken wir noch einen alkoholfreien Cocktail (Thomas) und ein Glas guten, französischen Rotwein (ich). Gegen 22:30 Uhr fahren wir mit der Metro zurück zum Hotel.

Fr. 10.09.2010

Wie üblich stehen wir um 7:40 Uhr auf und machen uns auf zu "Midoree" zum Frühstück (1 Käseweck + 1 Mandel-Schoko-Croissant – sehr lecker!).

Dann fahren wir mit der Métro 3 zum Friedhof Père Lachaise. Das ist ein sehr großer und sehr berühmter Friedhof in Paris, auf dem auch viele sehr bekannte Leute beerdigt sind. Das meist besuchte Grab dürfte wohl das von Jim Morrison (dem Sänger der Doors) sein. Die oft zitierten und kritisierten Wegweiser hin zum Grab (Zigarettenkippen, Graffiti, Bierdosen usw.) sind allerdings nicht zu sehen. Das Grab ist mit einem Zaun abgesperrt, so dass man nur bis ca. 10 Schritte davor hin kommt. Etwas weiter weg stand eine Wache. Das fand ich ein wenig schade.

Außer dem Grab von Jim Morrison haben wir uns noch die Ruhestätten der Familie Rothschild, Gilbert Becaud, Sarah Bernhardt, Simone Signoret und Yves Montand, Georges Bizet, Balzac und Maria Callas angeschaut. Leider enthält die Gruft in der Maria Callas ruht keine Inschrift mit ihrem Namen.

Vom Friedhof aus fahren wir zurück zum Hôtel de Ville und schauen uns auch das moderne Kulturzentrum Centre Pompidou von außen an.

Nach einer kleinen Kaffee- und Toilettenpause im nahegelegenen Starbucks gehen wir zu Fuß zur Île Saint-Louis um heute ein Original-Berthillon-Eis bei Berthillon zu essen. Wir nehmen weiße Schokolade und Nuss (ich), Praline mit Mandel und Caramel (Thomas) und teilen uns dann noch eine Kugel Spekulatius. Das Eis ist ein Traum!

Eine kleine Verschnaufpause am Ufer der Seine ist bei diesem herrlichen Sonnenschein heute ideal. Entlang des Bücher- und Trödelmarkts entlang der Seine schlendern wir zurück zur Métro Cité und fahren zum Hotel zurück.

Gegen 18:30 Uhr fahren wir dann nach Montparnasse. Nach einem üppigen Abendessen (Omelett mit Bratkartoffeln – ich und Baguette mit Schinken und Käse – Thomas) wage ich mich mit mulmigem Gefühl an die Auffahrt mit dem Lift auf den Tour Montparnasse ins 56. Stockwerk, wo man auf 209 Metern Höhe eine – zugegebenermaßen – schöne Aussicht auf Paris hat. Die Lichtershow des Eiffelturms finde ich allerdings sehr kitschig. Wenn er nur gelb angestrahlt ist, sieht es ja wunderbar aus, aber wenn er blinkt und blitzt wie eine Disco gefällt es mir gar nicht.

Mit der Métro fahren wir zurück zu Villiers und trinken in einem Bistro noch einen Rotwein bzw. Martini. Gegen 23:10 Uhr geht’s in die Haia.

Sa. 11.09.2010

Um den Urlaub ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten stehen wir heute erst um 7:50 Uhr auf. Wir gehen zum Brioche Dorée zum Frühstück (1 Croissant, 1 Brioche Schokolade + 1 Brioche mit Zucker, Kaffee).

Weiter laufen wir dann durch die Rue Pasquier zur Kirche La Madeleine und von dort weiter auf der Rue Royale – vorbei an einigen sehr edlen Läden – zum Place de la Concorde. Dort ist der Obelisk von Luxor zu sehen, die Champs-Élysées bis zum Triumphbogen hinauf und Assemblée Nationale. Vom Place de la Concorde kann man durch den schönen Jardin des Tuileries bis zum Arc du Carrousel mit dem kleinen Triumphbogen und zum Louvre gehen.

Wir überqueren die Pont des Arts, die berühmt ist wegen der Liebesschlösser, die viele Paare im Laufe der Zeit an die Eisengitterzäune der Brücke angebracht haben. Auch wir befestigen ein Schloss daran und werfen – traditionsgemäß – den Schlüssel in die Seine.

Auf der anderen Seite der Brücke erstreckt sich St-Germain-des-Prés und Quartier Latin, durch welche wir gemütlich schlendern. Wir legen in einem der zahlreichen Straßencafés eine Verschnaufpause ein und erfrischen uns mit einer Limo. Leider verläuft das aber nicht ganz so geruhsam, da direkt vor unserer Nase ein Unfall zwischen Auto und Radfahrer stattfindet. Wenn man den Verkehr in Paris eine Weile beobachtet hat wundert es einem ja schon eher, dass nicht mehr Unfälle passieren. Glücklicherweise verläuft dieser aber nicht sehr schlimm, der Radfahrer trägt lediglich eine Schürfwunde am Ellenbogen davon und fährt nach einigen Eiswürfeln und einem netten Gespräch mit der Autofahrerin mit dem Rad weiter.

Auch wir gehen weiter zum Jardin du Luxembourg, ein sehr schöner Park, der sich hinter dem Palais du Luxembourg erstreckt. Bei dem super Wetter, das wir an diesem Tag haben ist es wirklich herrlich, hier im Park rumzulaufen, die vielen schönen Blumenanlagen und Brunnen zu sehen und sich gemütlich hinzusetzen.

Leider können wir uns aber nicht allzu viel Zeit lassen, da mich langsam der Hunger plagt und wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Wir laufen durch die Rue Soflot und Rue St. Jacques zur Rue St. Germain. Dann weiter durch die Rue Lagrange und Rue Galande, bis wir schließlich bei unserer Lieblings-Crêperie „Creposuk“ landen. Da ich hier unbedingt auch noch einen süßen Crêpes probieren wollte, war es ein absolutes Muss, ein zweites Mal herzukommen. Als süßen Crêpes nehmen wir den „Himalaya“ mit Vanilleeis, Karamellsoße und Mandelsplittern – super lecker! Kann ich wirklich nur weiterempfehlen.

Den Rückweg machen wir durch die Rue St. Severin, was eine typische Touristenfallen-Meile ist. Ein Souvenir-Krimskrams-Geschäft reiht sich an das andere und da Samstag ist, ist die Straße mitsamt den Läden auch brechend voll. Nachdem wir uns durchgekämpft haben fahren wir von der Metro St. Michel zurück zum Hotel um ein wenig auszuruhen.

Gegen 18:30 Uhr machen wir uns ein letztes Mal abends auf zum Blvd. Haussmann, trinken in unserer Lieblingsbar „Cardinale“ 2 Mont Blanc Cocktails (bestehend aus Baileys, Amaretto, Milch, weißem Schokoladeneis und Vanillesirup). Der Cocktail schmeckt super, ist nicht sehr stark und auch nicht so üppig, wie die Beschreibung vermuten lässt – kurz: er lässt sich gut trinken!

Wir bummeln dann noch eine Weile Blvd. Haussmann entlang und durch die diversen Seitenstraßen, sehen das inzwischen leider geschlossene und ziemlich heruntergekommene „Folies Bergere“ und trinken noch was in einem anderen Straßencafé. Zuletzt gehen wir nochmal zurück zum „Cardinal“ und ich trinke noch ein Gläschen französischen Rotwein und Thomas einen alkoholfreien Cocktail „Vendetta“. Gegen halb elf fahren wir dann mit der Metro zurück zum Hotel.

So. 12.09.2010

Heute ist Abreisetag.

Damit wir am Bahnhof nachher nicht hetzen müssen frühstücken wir an dem Morgen im Hotel am Frühstücksbuffet. Es gibt wirklich leckere Sachen und der Frühstücksraum ist sehr schön.

Nachdem wir fertig gepackt und ausgecheckt haben fahren wir mit dem Taxi zum Bahnhof Gare de l´Est, da uns das Koffergeschleppe die Metro-Treppen rauf und runter vom Ankunftstag noch heute in den Knochen steckt. Das Taxi bringt uns auch zügig zum Bahnhof hin und so klappt alles wunderbar. Der Gare de l´Est ist ein schöner alter Bahnhof, das Gebäude sieht mehr nach einem früheren Schloss aus. Leider patrouillieren auch hier im Bahnhof drin wieder die Security´s mit ihren Maschinengewehren.


Unser Zug kommt relativ pünktlich und fährt auch pünktlich ab. Wir fahren mit dem TGV bis Saarbrücken, müssen dort wieder in den ICE umsteigen und kommen um die Mittagszeit in Karlsruhe am Bahnhof an.



Obwohl ich Paris anfangs recht anstrengend, hektisch und laut fand hat es mir doch sehr gut gefallen. Eine interessante, lebhafte, pulsierende Stadt. Gerade die Mischung aus vielen historischen Gebäuden und dem hektischen, schnellen und modernen Leben macht die Stadt so spannend und abwechslungsreich. Ich hoffe sehr, dass dies nicht mein letzter Paris-Besuch war.